Handy in Kinderhand  - Informationen und Tipps für Eltern
Einleitung

Handys für Kinder – schon ab dem Schulalter?

Handykosten – worauf sollten Sie achten?

Wie funktioniert die Abzocke? –
Verlockende, aber oft teure Angebote


Handys – vom Telefon zum multimedialen
Alleskönner mit Tücken


Macht das Handy krank?

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Handy in Kinderhand
- Informationen und Tipps für Eltern


Handys für Kinder – schon ab dem Schulalter?

Das Handy ist allgegenwärtig. Kein Wunder, dass inzwischen schon jüngere Kinder den Wunsch nach diesem Multimediagerät entwickeln. Deshalb stellt sich die Frage:
Was ist ab welchem Alter sinnvoll?

Grundschulkinder (bis 10 Jahre)
Zwar besteht auch in dieser Altersgruppe der Wunsch nach einem Handy, fraglich ist jedoch, ob es für Grundschulkinder notwendig ist. Kinder möchten durch den Handybesitz über ein Gerät verfügen, das sie dem Erwachsensein ein Stück näher bringt. Sie sind vor allem an den Spielen interessiert, die man mit dem jeweiligen Mobiltelefon spielen kann. Häufig ist es jedoch das Interesse der Eltern, ihre Jüngsten schon mit speziellen Kinderhandys auf den Schulweg zu schicken. Bunte spielzeugähnliche Kinderhandys sind mit einer Ortungsfunktion und einer Familiennotruftaste ausgestattet. So soll - das ist der Wunsch der Eltern - der Alltag von Kindern sicherer werden. Manchmal kann in dieser Altersstufe ein „Notfallhandy“ sicher sinnvoll sein – auch wenn dieser Notfall gottlob selten eintritt. Insgesamt überwiegen aber die Bedenken – aus Sicht des Jugendschutzes und aus gesundheitlichen Überlegungen. In dieser Altersstufe sollte eine Handynutzung gut überlegt werden.

Ältere Kinder (Kinder von 11 bis 14)
Mit Beginn der fünften Klasse nimmt die Bedeutung des Handys als Kommunikationsmittel zu. Vor allem das Empfangen und Versenden von Kurzmitteilungen (SMS) ist attraktiv, weil es kostengünstig erscheint und jederzeit lautlose Kommunikation erlaubt. Langeweile wird überbrückt, indem
man mit dem Handy Musik anhört, Fotos oder Videos anschaut oder den neuesten Klingelton vorführt. Zudem wirkt das Handy für Eltern oft beruhigend, weil es Kontakte erlaubt und Absprachen ermöglicht. Kosten kontrollieren, auf Tricks und Betrügereien nicht hereinzufallen und das Sperren von unliebsamen Sonderdiensten erscheinen in dieser Altersstufe
besonders wichtig. Im Umlauf sind außerdem Inhalte, die aus Sicht des Jugendschutzes Probleme bereiten können. Sie als Eltern sollten darüber mit Ihrem Kind im Gespräch sein.

Jugendliche (von 14 bis 18)
Für Jugendliche gehört das Handy meist zum festen Bestandteil ihrer Kommunikationsumgebung. Neben dem Telefonieren werden SMS/MMS verschickt, Termine organisiert, Fotos und Videoclips gemacht und herumgezeigt. Auch als Datenspeicher, Adressbuch und Spielkonsole dienen Handys. Zum Teil werden der Internetzugang, häufiger aber die diversen Schnittstellen zur Kommunikation und für den Datenaustausch genutzt. Hierbei gilt es, die Regeln des Jugendmedienschutzes zu kennen und zu beachten, das richtige Gerät und einen passenden Vertrag auszuwählen sowie Kostenfallen zu umgehen.


Tipps


  • Vor der Anschaffung sollten Sie auch bei Kindern und Jugendlichen bedenken, wie das Handy künftig genutzt wird. Danach können Sie schnell klären, welche Funktionen es aufweisen muss.

  • Sogenannte „Einsteigerhandys“ speziell für Jüngere haben sich oft nicht bewährt, weil sie nicht den Vorstellungen des jungen Publikums entsprechen und bereits rasch der Wunsch nach einem neuen, besseren und leistungsfähigeren Handy auftaucht.

  • Stellen Sie höhere Ansprüche an die technische Ausstattung (Fotografie, Internetzugang usw.), sollten Sie sich im Fachhandel beraten lassen.

  • Bei der Anschaffung sollten Sie vor allem die Vertragsgestaltung und die Folgekosten bedenken. Deshalb bei Angeboten (z.B. kostenloses Handy mit Vertragsbindung) besonders auf das Kleingedruckte achten.

  • Verzichten Sie möglichst auf Handys, die anbieterseitig mit einer speziellen Firmensoftware ausgestattet worden sind (Branding), wie das bei Handys mit Vertragsbindung inzwischen üblich ist. Sie verleitet dazu, kostenpflichtige Funktionen wie z.B. den Zugang zum Internet zu nutzen, die man oftmals gar nicht nutzen will. Deaktivieren Sie diese Funktionen oder benutzen Sie Handys, die ohne Branding in Umlauf sind.

  • Aktivieren Sie stets die Tastensperre bzw. lassen Sie unerwünschte Funktionen sperren, damit Sie bei der Gebührenabrechnung keine unliebsamen Überraschungen erleben.